Garmisch-Partenkirchen - sun2car@GAP

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E-Fahrzeuge von Audi werden in Garmisch-Partenkirchen künftig mit Solarstrom CO2-neutral geladen.

Die AUDI AG zeigt ein Konzept für CO2-neutrale Mobilität: Geladen wird mit Sonnenenergie - direkt an der eigenen Tankstelle zu Hause. Ab September 2013 wird in der 26.000 Einwohner Stadt Garmisch-Partenkirchen die Kombination von Elektrofahrzeugen mit heimischen Photovoltaikanlagen getestet und analysiert.
Das Forschungsvorhaben soll CO2-Reduktionspotenziale aufdecken und umfassende Erkenntnisse zum Nutzerverhalten liefern.

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Details

Ab September 2013 startet die aktive Phase des Projekts sun2car@GAP innerhalb der e-GAP Modellkommune. Partner der AUDI AG sind hierbei die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. und die Technische Universität München. Das Ziel des Projektes besteht darin, Erfahrungsdaten für den Betrieb, die Nutzung und die Betreuung von Elektrofahrzeugen im alltäglichen, privaten Einsatz zu erhalten, die mit einem möglichst hohen Anteil an Erneuerbaren Energien geladen wurden. Hierfür wird eine Flotte von zehn A1 e-tron im Raum Garmisch-Partenkirchen in Betrieb genommen. Zum Vergleich werden parallel zehn konventionelle Audi A1 und drei A3 e-tron getestet.

Bei sun2car@GAP wird mit Bürgern in Garmisch-Partenkirchen zusammengearbeitet, die bereits Photovoltaikanlagen installiert haben. Die Anlagen speisen sogenannte intelligente Wallboxen, die den Probanden zur Verfügung gestellt werden. Über die Wallboxen können die e-Audis geladen werden. Durch die Nutzung der von Audi bereitgestellten A1 e-tron – hierbei handelt es sich um Elektrofahrzeuge mit Range Extender – können Elektromobilisten ihren selbst erzeugten Solarstrom auf die Straße bringen. Somit sind Sie lokal emissionsfrei unterwegs. Bei diesem Projekt soll vor allem die ökologische und ökonomische Effizienz untersucht werden.
Generell bringt die Elektromobilität große Herausforderungen mit sich. Nicht nur für die Automobilhersteller, sondern auch für Städte, Kommunen und Energieversorger. So ist davon auszugehen, dass die heutigen lokalen Stromnetze durch eine deutliche Zunahme an E-Fahrzeugen an ihre Belastungsgrenzen stoßen werden.

Erste Abschätzungen zeigen, dass bereits eine geringe Anzahl von E-Fahrzeugen das lokale Niederspannungsnetz beeinflusst (Spannungshaltung, Spannungsqualität, Lastfaktoren, etc…). Vor diesem Hintergrund ist eine simultane Ladung des E-Fahrzeuges und die Einspeisung in das Stromnetz notwendig. Zudem stellen die Photovoltaikanlagendichte und der evtl. daraus entstehende, lokale Einspeisungsüberschuss wichtige Faktoren bei der Bewertung der Elektromobilität dar. Die angestrebte lokale Dichte von E-Fahrzeugen in Gebieten mit möglichst hoher Photovoltaik-Konzentration bietet ideale Voraussetzungen, um Anzeichen für kritische Netzzustände zu detektieren. Die daraus resultierende Datenbasis soll es ermöglichen, künftig ein Simulationstool zu entwickeln, das flächendeckende Berechnungen im Vorfeld erlaubt. Dies ist notwendig, denn der direkte Einfluss auf die Ladefähigkeit und –dauer von E-Fahrzeugen ist maßgeblich für die Akzeptanz der E-Mobilität.

Das Ziel liegt also darin, innovative, intelligente Ladestrategien zu entwickeln, die die Netzbeanspruchungen und Netzbelastungen durch die fluktuierend einspeisende Photovoltaik zu reduzieren. Hierbei wird der Nutzer des E-Fahrzeuges eine große Rolle einnehmen. Denn durch den von ihm definierten Flexibilitätsrahmen, kann eine maximale Integration, der durch Photovoltaik erzeugten Energie, in die Batterie des Fahrzeuges erfolgen. Die intelligente Ladestrategie der Batterie des E-Fahrzeuges erlaubt dem Kunden eine nachhaltige und autarkere Mobilität zu erleben und wird gleichzeitig zum festen Bestandteil der Energiewende. Langfristig können sich neue Systemdienstleistungen, Geschäftsmodelle und weitere Vermarktungskonzepte für und durch die E-Mobilität ergeben, wie zum Beispiel vehicle to grid oder vehicle to home.

Ziele

  • Untersuchung ganzheitlicher Elektromobilitätskonzepte
  • Entwicklung von Smart-Grid-Konzepten
  • Anforderungsdefinition für intelligente Ladelösungen
  • Unterrichtung und Sensibilisierung der Bürger für CO2-Emissionen und CO2-neutrale Mobilität in ihrem Alltag

Inhaltliche Schwerpunkte

Ziele nach Abschluss des Projektes sind:

  • Erkenntnisse aus der Versuchsdurchführung mit der Erfahrungsflotte, die in die Konzeptentwicklungsbereiche eingehen, damit eine kundenoptimierte Ladetechnologie auf Seite des Fahrzeugherstellers und Fahrzeugauslegung geschaffen wird
  • Ideen für Weiterentwicklung der Konzepte und Technologien anhand der Ergebnisse
  • Planung einer deutschlandweiten bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur mit entsprechendem kundenoptimierten Service
  • Entwicklung und Ableitung von kundengerechten Anforderungen an einem Elektrofahrzeug sowie die Handhabung des Ladevorgangs und des Nutzungsverhaltens
  • Weiterentwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologie zur Integration in Fahrzeugen
    Ermittlung von Speicherbedarfen in Privathäusern
  • Bewertung von klimatische Auswirkungen auf Ladeverhalten und Fahrprofil
  • Darstellung der Unterschiede in der Nutzung bei verschiedenen Antriebsarten

Meilensteine

  • Start: 14. September 2013
  • Zwei Projektphasen à 6 Monate

Ansprechpartner

Name:
Frank Dieminger
Funktion:
Projektleiter „sun2car@GAP“
Telefon:
0841/89-34956
Institution:
AUDI AG
E-Mail:
frank.dieminger@audi.de