Erarbeitung eines komplexen Lehrgangskonzeptes für die Aus- und Weiterbildung von Kfz-Fachkräften im Bereich Elektromobilität

 Die elektrischen Audis von Car Systems Scheil. 

Die elektrischen Fahrzeuge von Car systems Scheil.

Der Leitgedanke dieses Verbundprojektes ist es, ein umfassendes Schulungs- und Weiterbildungskonzept zu entwickeln, welches die theoretische Grundlagenvermittlung geschickt mit darauf aufbauenden Weiterbildungsmodulen verknüpft. Dabei ist die enge Zusammenarbeit mit möglichst vielen, in der Elektromobilität agierenden Partnern nicht nur ein integrativer Bestandteil in der laufenden Projekt-Umsetzungsphase, sondern die Basis einer angestrebten Nachhaltigkeit.

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Details

Das Projekt "Erarbeitung eines komplexen Lehrgangskonzeptes für die Aus- und Weiterbildung von Kfz-Fachkräften im Bereich Elektromobilität" ist eines von rund 40 Projekten im Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wird mit 198.640 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.

Nur wenige große Fahrzeughersteller bieten dem Markt seit längerer Zeit praxistaugliche Elektro- und Hybridfahrzeuge. Für die meisten Automobilhersteller ist Elektromobilität dagegen gerade eben erst ein Thema geworden, wobei im Bereich Service und Reparatur der spezifischen Teilsysteme und Baugruppen erst allmählich und oft auch erst nach Produkteinführung Schulungen für das damit befasste Personal angeboten werden.

Diese produktspezifischen Schulungen sind meist den Vertragspartnern der Hersteller vorbehalten und können damit nicht den Informationsbedarf aller in der Kfz.-Branche tätigen Dienstleister abdecken. Elektromobilität soll aber zukünftig eine breite Masse der Bevölkerung erreichen und bedarf insofern einer sehr speziellen Information aller im weitesten Sinne damit beschäftigten Partner.

So muss Elektromobilität beispielsweise in die Berufsausbildung integriert und es müssen Schulungen für  nicht vertragsgebundene Werkstätten entwickelt werden. Auf bisher in der Branche weitgehend unbekannte Gefahren muss ebenso hingewiesen werden, wie auf die damit verbundenen völlig anders gearteten Mess- und Prüfmethoden. In dieses neu entstehende Informationsnetzwerk müssen sich nicht zuletzt auch Pannenhelfer, Abschleppunternehmen und Rettungsdienste (z. B. Feuerwehr) integrieren. Hier sind einige Vorgaben bereits gesetzt und es ist ein Schulungs- und Informationsbedarf vorhanden, der derzeit nur ungenügend befriedigt wird. 

Um diesem Bedarf künftig gerecht zu werden und den Informationsstand laufend dem Entwicklungsfortschritt anzupassen, haben die Handwerkskammer zu Leipzig und die Firma car systems Scheil GmbH & Co. KG  sich engagiert und wollen das vorliegende komplexe Lehrgangskonzept gemeinsam entwickeln. Eine modular gestaltete Struktur wird dabei dem Bedarf der verschiedenen Teilnehmergruppen gerecht und kann auch aufeinander aufbauend angewendet werden. Es lassen sich sowohl internetbasierte Vortrainings als auch Eingangs- und Ausgangstests integrieren, so dass für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter schulen lassen, transparente, gut nachvollziehbare Kompetenzen entstehen.

Weiterführende Informationen zum Projekt

Ziele

  • Aus der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der zunächst zwei im Verbundprojekt organisierten Partner soll sich ein Netzwerk von kompetenten, in der Elektromobilität tätigen Betrieben und Institutionen entwickeln

Die Gesamtzielstellung bei der Entwicklung des Projektes ist in folgende Arbeitspakete gegliedert:

  • Erstellung der Multimedia-Lernsoftware
  • Konzipierung der Kurse
  • Entwicklung von Modellen
  • Erstellung einer Internetplattform

Diese Teilabschnitte werden in festgelegten Zeitabschnitten von den einzelnen Projektpartnern erarbeitet und dann zusammengeführt.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Entwicklung eines modular aufgebauten flexiblen Schulungskonzeptes, welches zukünftig sowohl in der Tiefe als auch in der Breite erweiterbar ist
  • Es werden sowohl ein Schulungsfahrzeug und Schulungsmodelle, als auch  Präsentationen und Arbeitsblätter entwickelt, die aufeinander abgestimmt sind, gleichzeitig aber auch repräsentativ und Hersteller übergreifend gültig sind.
  • Die Teilnehmer an den verschiedenen Kursen sollen befähigt und berechtigt werden, an vorhandenen und künftigen Generationen von Elektrofahrzeugen zu arbeiten, elektrische Komponenten instand zu setzen oder Berge- und Rettungsdienstleistungen zu realisieren
  • Bestehende und künftig hinzukommende gesetzliche Regelungen müssen beachtet und in die Lehrgangskonzepte eingebunden werden.
  • Die nachhaltige Verwertung der Ergebnisse für die Zeit nach Beendigung des Projektzeitraumes ist ein von allen beteiligten Partnern und nicht zuletzt vom Zuwendungsgeber erklärtes Ziel.

Meilensteine (in Auszügen)

  • Lfd. ab Ende Q3 2013: Kontaktpflege zu allen Stakeholdern; koordinierende Abstimmung aller Aktionen; Steuerung und Controlling durch Projektkoordinator
  • Ab Ende Q3 2013 bis Ende Q4 2014: Entwicklung von Modellen für Praxistraining, Spezifikation nach Lehrgangsinhalten
  • Ab Anf. Q4 2013 bis Ende Q1 2015: Erarbeitung und Zusammenstellung der fachlichen Inhalte für komplexe Ausbildungskurse
  • Ab Ende Q3 2013 bis Ende Q1 2015: Konzipieren eines Fahrzeugmodells, Fertigung eines Modells, Bereitstellung von Schnittstellen für Prüf- und Messzwecke
  • Ab Anf. Q1 2014 bis Ende Q4 2014: Konzipieren der Inhalte für Multimediakurs
  • Ab Anf. Q2 2014 bis Ende Q1 2015: Materialrecherche, Beschaffung und Herstellung der Modelle
  • Q3 2014 und Q4 2014 Erstellung des entsprechenden Layouts für Internetplattform
  • Q2 2014, Q4 2014 und Q1 2015 Testphasen für erarbeitete Module
Name:
Falk Hennig
Anschrift:
Steinweg 3, 04451 Borsdorf
Funktion:
Ausbildungsmanager Projekt Elektromobilität
Telefon:
034291-30219
Institution:
Bildungs-und Technologiezentrum Borsdorf
E-Mail:
hennig.f@hwk-leipzig.de