Elektrobus-Linie 79

DVB Elektro-Bus 79 Linienplan

Fahrplan der Elektro-Buslinie 79 der DVB

  • Betrieb der Buslinie 79 mit Elektrobus, tägliche Fahrleistung ca. 300 km, Nachladung des Busses am Endpunkt während Wendezeit (ca. 4 Minuten) über konduktives Ladesystem mit Hochstrom (200 bis 250 KW), Errichtung einer Musterhaltestelle mit Ladestation und Informationssystem
  • Entwicklung Ladesystem, technische Auslegung Speicher und Leistungselektronik sowie Ladesystem, Energetische Auswertung Buseinsatz, Optimierung Fahrzeug- und Ladesystem
  • Marktforscherische Begleitung des Projektes (Entwicklung Fahrgastanzahl, Erhebung zur Zahlungsbereitschaft
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Details

Das Projekt "Elektro‐Buslinie 79" ist eines von rund 40 Projekten im Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wird mit 1.144.976 Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.

Die Buslinie 79 soll auf den Betrieb mit einem Elektrobus umgestellt werden. Die Nachladung soll über einen zweipoligen Stromabnehmer von einem Fahrleitungs- oder Stromschienensystem in das Fahrzeug erfolgen. Das Stromübertragungssystem wird in das Bahnstromnetz der DVB AG integriert, um die rekuperierte Energie der Straßenbahn CO2-neutral nutzen zu können. Die starke Spannungsschwankung des Bahnstromsystems muss entsprechend des Spannungsniveaus der Batterie (ca. 600V) auch bei hohen Strömen infolge hoher Ladeleistung sicher gewandelt werden können. Der DC/DC-Wandler muss entsprechend des Ladestroms und der Ladezeit spezifiziert und prototypisch aufgebaut sowie in das Fahrzeug bzw. in Ladesystem der Haltestelle (je nach Gewichtsbilanz) integriert werden. Dies wird Gegenstand der TU Dresden sein. Die Anforderungsdefinition an den elektrischen Traktionsenergiespeicher erfolgt auf Grundlage entsprechender Fahrzeugsimulationen seitens der TU Dresden. Zudem entwickelt sie die Regelung des Schnellladevorgangs von der Fahrzeugpositionierung im Ladebereich über das Ausfahren der Stromabnehmer bis hin zu einem Bedieninterface für den Fahrer. Für den Personentransport muss das konduktive Energieübertragungssystem (zweipolige Stromabnehmer) samt Leistungselektronik und Energiespeicher auf das Fahrzeug homologisiert werden bzw. sein. In einer Musterhaltestelle soll die städtebauliche Verträglichkeit mit energetischer Effizienz und die Integration verkehrssystemtechnischer Standardlösungen nachgewiesen werden. Die Fahrzeugtechnische Komponentenauslegung, die Ausrüstung des Fahrzeugs mit Messtechnik sowie die Auswertung der aufgezeichneten Daten erfolgt durch die TU Dresden. Mit Hilfe dieser Informationen wird der Bus hinsichtlich der Energieflüsse, der Lebenszykluskosten sowie des Fahrleistungsbedarfs bewertet. Parallel dazu erfolgt eine marktforscherische Analyse bezüglich der Nachfrageentwicklung und der Zahlungsbereitschaft.

Ziele

  • Einsatz Elektrobus im täglichen Linieneinsatz von etwa 300 km je Tag
  • Entwicklung Ladesystem und Homologation im Fahrzeugsystem
  • Entwicklung Musterhaltestelle mit konduktivem Ladesystem
  • Aussagen zum LCC-Verhalten Speicher sowie Ladesystem

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Elektrobus
  • konduktives Hochstrom-Ladesystem
  • Batteriespeicher
  • LCC-Auswertung Speichersystem
  • Optimierung Ladesystem und Speicherauslegung
  • Conjoint-Analyse

Meilensteine

  • Technische Planung der Netzversorgung, Energieübertragung; Planung der Haltestelle mit integrierter Ladestation; Beschaffung der Fahrzeugkomponenten
  • Errichtung der Netzversorgung, Ladestation und Haltestelle sowie Inbetriebnahme des Fahrzeugs
  • Betrieb und messtechnische Begleitung
  • 07/2014: Dresdner Verkehrsbetriebe AG setzt auf Solaris-Elektrobus
Name:
Robert Roch
Anschrift:
Tiergartenstraße 94, 01219 Dresden
Funktion:
Leiter Center Kraftfahrzeuge
Telefon:
0351 857-3360
Institution:
Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG)
E-Mail:
Roch@dvbag.de
Internet:
http://www.dvb.de