eBus Skorpion - Elektrobus im Südraum Leipzig

Versuchsfahrzeug der Westsächsische Hochschule Zwickau 

Versuchsfahrzeug der Westsächsische Hochschule Zwickau

Strom – Kraft – Oberleitung – Rekuperation – Plug-In – Innovation – Oekologisch – Nachhaltig

Details

Das Projekt "eBus Skorpion" ist eines von rund 40 Projekten im Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wird mit 1.546.056 Euro vom Freistaat Sachsen im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.

Projektziel ist die Forschung und Entwicklung für Elektrobusse mit verhältnismäßig kleinem Batteriespeicher und Nachladung während der Fahrt aus einer nicht mehr durchgehenden Oberleitung (partielle Oberleitung).
Dabei stehen zwei Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte im Mittelpunkt:

1. Zum einen wird für das Gelenkbusliniennetz der LVB GmbH als Grundlage für eine spätere Einführung exemplarisch eine Liniennetzanalyse und Modellierung hinsichtlich des Einsatzpotenzials von Elektrobussen mit dynamischer Nachladung unter der Nutzung von Teilen der Infrastruktur der Straßenbahn, wie z. B. Unterwerke durchgeführt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Optimierung bezüglich einer hohen Batterielebensdauer und einer netzschonenden Leistungsaufnahme entlang der Strecken.

2. Bei Nutzung einer partiellen Oberleitung müssen die Stromabnehmerstangen häufig an- und abgedrahtet werden. Bislang muss das Andrahten von Stangenstromabnehmern manuell oder über mechanische Hilfsmittel (Eindrahttrichter) durchgeführt werden. Um die Praktikabilität und Flexibilität von An- und Abdrahtvorgängen zu erhöhen, wird ein automatisiertes Plug-In-System entwickelt. Zur Ortung der Oberleitung dienen Laserscanner und optional Ultraschallsensoren. Die Positionsbestimmung des Fahrzeuges erfolgt mittels DGPS und weiteren Sensoren.
Mittels elektromechanischer bzw. elektropneumatischer Aktuatoren werden die Stromabnehmer schonend an die Oberleitung angelegt.


Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH
Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
Westsächsische Hochschule Zwickau

Ziele

  • Liniennetzanalyse und Modellierung für 6 nachfragestarke Gelenkbuslinien der Leipziger Verkehrsbetriebe hinsichtlich des Einsatzes von Elektrobussen mit dynamischer Nachladung
  • Untersuchung von 5 unterschiedlichen Speichergrößen, 2 Beheizungskonzepten und unterschiedliche Längen der partiellen Oberleitung zur Optimierung des Energie- und Leistungsmanagements
  • Entwicklung eines Prototyps für eine automatisierte Plug-In-Lösung auf Basis eines Standard-Stromabnehmersystems für Trolleybusse.
  • Für den Versuchsaufbau und die praktische Erprobung an einem Oberleitungsnetz wird anstelle eines Elektrobusses ein kostengünstiger LKW mit Pritsche genutzt.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Schaffen der Voraussetzungen für den Betrieb batteriegestützter Oberleitungsbusse an partiellen Oberleitungen 
  • Der automatische und störungsfreie Übergang zwischen Oberleitungs- und oberleitungsfreier Fahrt stellt das gemeinsame Projektziel dar.

Meilensteine

Ansprechpartner

Name:
Matthias Thein
Anschrift:
08066 Zwickau, Scheffelstraße 39 – Haus 2
Funktion:
Professor für Kraftfahrzeugtechnik/Elektronik
Telefon:
+49 375 536 3863
Institution:
Westsächsische Hochschule Zwickau Fakultät Kraftfahrzeugtechnik/Institut für Energie und Verkehr
E-Mail:
matthias.thein@fh-zwickau.de
Internet:
www.fh-zwickau.de/Skorpion