e-Nue - Kombinierte geschäftliche und private Nutzung von Elektrofahrzeugen in der Region Nürnberg

Mehrfachnutzung von Elektrofahrzeugen

Mehrfachnutzung von Elektrofahrzeugen

In der Region Nürnberg wird der Pendlerbetrieb zwischen Wohnung und Arbeitsplatz  betrachtet. Die Entfernung hierbei liegt innerhalb der rein elektrischen Reichweite der zur Verfügung gestellten Elektrofahrzeuge. Darüber hinaus wird die Nutzung der Fahrzeuge als Poolfahrzeuge im dienstlichen Betrieb untersucht.

Audi
N-Ergie
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Details

Speziell in der Region Nürnberg, die sich durch die Nähe des Umlandes zur Stadtmitte auszeichnet, ist es möglich, einen Pendelbetrieb (Zuhause-Arbeitsplatz) zu ermöglichen, der innerhalb der rein elektrischen Reichweite der Fahrzeuge liegt. Dadurch kann ein typischer Anwendungsfall für Elektrofahrzeuge detailliert analysiert werden.

Weiterhin wird die Nutzung der Fahrzeuge als Poolfahrzeuge im dienstlichen Betrieb betrachtet. Hierbei werden das Ladeverhalten und die dienstlich bedingten Fahrerwechsel mit der damit einhergehenden Abstimmung bezüglich des Ladezustandes des Fahrzeugs untersucht. In der Projektdurchführungsphase werden 5 Fahrzeuge in insgesamt 2 Wellen an Kunden bzw. deren Arbeitgeber übergeben, die dann im konventionellen täglichen Gebrauch erprobt werden.

In der ersten Welle wird das Fahrzeug zum Pendeln zwischen Wohnung und dem Arbeitsplatz genutzt.

Die Entfernung zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplatz der Probanden sollte dabei im Bereich der elektrischen Reichweite liegen. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Strecke rein elektrisch fahrbar ist. Erforscht werden kann hierbei die Zuschaltung des Range Extenders trotz Sicherstellung der rein elektrischen Erreichbarkeit des Ziels. Tagsüber werden die Fahrzeuge im Fuhrpark der N-ERGIE Aktiengesellschaft eingesetzt und als Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Hierbei gilt es herauszufinden, inwiefern die Ladezeiten des Elektrofahrzeugs mit den Auswärtsterminen korrelieren und wie mit dieser Herausforderung umzugehen ist. Die zweite Welle wird analog der ersten Welle bei weiteren Unternehmen in Nürnberg durchgeführt. Es ist davon auszugehen, dass der auserwählte Betrieb im Gegensatz zum Energieversorger N-ERGIE noch keine vollständig ausgebaute Ladeinfrastruktur besitzt. In diesem Zusammenhang soll die Problematik bei der Installation einer Ladeinfrastruktur in einem Betrieb untersucht werden, während die anderen Untersuchungsaspekte analog der ersten Welle gleich bleiben.

Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wird von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ein Simulationsmodell zur Mikrosimulation des Straßenverkehrs unter Einbeziehung elektromobilitäts-spezifischer Aspekte entwickelt. Dabei wird das Augenmerk insbesondere auf die schrittweise Substitution herkömmlicher Fahrzeuge durch Elektro-Fahrzeuge in gewerblich genutzten Fahrzeugflotten gelenkt. So können auf Basis des entwickelten Simulationsframeworks verschiedene Szenarien, z.B. bezüglich der Durchdringungsdichte der elektrischen Fahrzeuge, untersucht und deren Auswirkungen auf den Energiebedarf oder die CO2-Bilanz analysiert werden. In diesem Zusammenhang spielt beispielsweise die optimale Auslegung der Ladeinfrastruktur eine wichtige Rolle.

Die Komponenten des Modells, Fahrzeuge und Teile der Infrastruktur, werden im weiteren Verlauf mit der Fähigkeit zur drahtlosen Kommunikation ausgestattet (Car-to-X). Auf Grundlage des erweiterten Modells soll mit Hilfe von Co-Simulation (Mikrosimulation Verkehr & Kommunikation) das Optimierungspotential, das durch die Kombination beider Technologien und innovative Anwendungen entsteht, quantifiziert werden (dynamische Verkehrsflussoptimierung).

Ziele

  • Gewinnung von Daten durch Betrieb, Nutzung und Betreuung von Elektrofahrzeugen speziell im Pendler- und dienstlichen Betrieb
  • Einfluss von Klimabedingungen, Wetter, Ladestatus und der gefahrenen Strecke auf Nutzung und Ladung der Fahrzeuge

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Untersuchung des Kundenverhaltens im Pendlerbetrieb mit elektrifizierten Fahrzeugen
  • Erprobung, inwiefern emissionsfreies Fahren (rein elektrisch) im Pendler- und Firmenbetrieb genutzt wird, die Reichweitenbedarfe abdeckt und den Kundenanforderungen entspricht
  • Bewertung der Eignung eines Elektrofahrzeugs als Dienstwagen
  • Untersuchung der Ladebedarfe und –verhalten der pendelnden Kunden privat und am Arbeitsplatz (Zeitaufwand, Sicherheitsansprüche, Ladeinfrastruktur, Verfügbarkeit)

Ansprechpartner

Name:
Katja Giss
Anschrift:
85045 Ingolstadt
Funktion:
Projektleitung Schaufensterprojekt Nürnberg
Telefon:
0841/89-44108
Institution:
AUDI AG
E-Mail:
katja.giss@audi.de