21.06.2013, Dresden

Zusammenarbeit weiter ausgebaut - Delegation aus Québec besucht das Schaufenster

Jochen Jencquel stellt die Elektromobilitätsstrategie von Volkswagen vor 

Jochen Jencquel stellt die Elektromobilitätsstrategie von Volkswagen vor

Am vergangenen Freitag besuchte der Minister für Internationale Beziehungen, Frankophonie und Außenhandel, Jean-Francois Lisée gemeinsam mit einer Québecer Delegation aus Politik, Unternehmen und Forschung den sächsischen Teil des Schaufensters. Ein weiterer wichtiger Schritt zur Zusammenarbeit mit dem Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET.

Dresden, 21. Juni 2013 Mit einem Hybridbus der Dresdner Verkehrsbetriebe AG wurden die Delegationsteilnehmer aus der kanadischen Provinz Québec, die zum Thema Elektromobilität nach Bayern und Sachsen gekommen waren, standesgemäß am Flughafen empfangen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe betreiben zur Zeit mehr als zehn Prozent ihrer gesamten Busflotte mit seriellen Hybridbussen und werden zukünftig ihr Angebot um reine Elektrobusse erweitern. Der elektrifizierte Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) war eines der gemeinsamen Themen zwischen Québec und Sachsen, das an diesem Tag auf der Agenda stand. Die Delegationsteilnehmer reisten nach Dresden, um sich ein Bild von den Aktivitäten und Fortschritten im Bereich elektrischer ÖPNV, Forschung und Entwicklung von elektrischen Fahrzeugkomponenten sowie Fahrzeugproduktion zu machen. Zuvor besuchten Sie in Bayern zentrale Schaufensterpartner wie Audi, BMW und E.ON und informierten sich zu den mehr als 50 Projekten des Schaufensters Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET.

Sowohl für die Bereiche Batterie, Fahrzeugkomponenten, elektrische Zweiräder als auch Fahrzeugherstellung und Anwendungen im Busbereich, fand ein ganztägiger Austausch zwischen sächsischen und kanadischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen statt. Dazu besuchte die Delegation am Vormittag das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, das von Dr. Thoralf Knote vorgestellt wurde. Nachdem Cathleen Klötzing, Leiterin der Kompetenzstelle Elektromobilität bei der Sächsischen Energieagentur – SAENA GmbH die Bedeutung der Elektromobilität für den Automobilstandort Sachsen dargelegt hatte, präsentierte Daniel Breton, Beauftragter der Premierministerin für Elektromobilität die Aktivitäten Québecs. Die seit fast zwanzig Jahren bestehende privilegierte Partnerschaft zwischen den Regionen wurde vergangenes Jahr mit der offiziellen Unterstützung Québecs für die Schaufensterbewerbung der Freistaaten Bayern und Sachsen sowie einer Delegationsreise des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok nach Québec bekräftigt. Québec verfolgt, genauso wie die beiden Freistaaten Bayern und Sachsen, ehrgeizige Ziele im Bereich Klimaschutz. Dazu soll mittels eines Action Plan die Elektromobilität zukünftig eine große Rolle zur Reduzierung von Treibhausgasen spielen. Im anschließenden Workshop wurden die beiden Themen elektrischer ÖPNV und Entwicklung von Elektrofahrzeugen diskutiert und Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt.

Nach einem gemeinsamen Mittagsempfang anlässlich des Québecer Nationalfeiertages war die Delegation am Nachmittag zu Gast in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden. Dort wurde nicht nur die Fertigung des Luxus-Sedan Phaeton gezeigt, sondern auch mit Vertretern des Konzerns über die elektromobile Strategie von Volkswagen diskutiert.

Abschließend fuhren die Teilnehmer zum Busbetriebshof der Dresdner Verkehrsbetriebe. Vor Ort fand zunächst ein interessanter Austausch zwischen Reiner Zieschank, Vorstand Finanzen und Technik DVB AG und Minister Lisée zum Thema Einsatz von Hybrid- und Elektrobussen in Großstädten und deren Integration in das Stromnetz statt. Danach durften die Teilnehmer eine Runde im längsten Hybrid-Passagierbus der Welt, der AutoTram Extra Grand, fahren, die vom Fraunhofer IVI, dem Konsortialführer im Projekt, im Detail vorgestellt wurde.

Durch die gewonnenen Eindrücke während der Unternehmensbesuche und den damit verbundenen gemeinsamen Gesprächen, verbrachten die Teilnehmer aus Québec und Sachsen einen sehr konstruktiven Tag zusammen. Im Anschluss werden die Ergebnisse zusammengetragen und in Vorschläge für gemeinsame Kooperationsmaßnahmen überführt. Hier wird vor allem auf den Transfer von Erfahrungen und Erkenntnissen aus bereits realisierten, aber auch auf das während der dreijährigen Projektlaufzeit gewonnene Wissen abgezielt. Der gegenseitige Einblick in die relevanten Märkte und Trends in Kanada, Nordamerika und Deutschland schafft einen weiteren Zusatznutzen für das Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET.

Förderung und Koordination

Gefördert durch:

Webauftritt des Bayerischen Staatsministeriums Webauftritt des Freistaats Sachsen

Das Schaufenster Bayern-Sachsen wird koordiniert durch:

Webauftritt von bayern innovativ Webauftritt der Sächsischen Energie Agentur