27.03.2014 - 27.03.2014, Frankfurt am Main

Gastvortrag des bayerisch-sächsischen Schaufensters bei der Sitzung des Technischen Arbeitskreises (TAK) Ladeinfrastruktur und Netzintegration in der Elektromobilität

Gastredner bei der Sitzung des Technischen Arbeitskreises (TAK) Ladeinfrastruktur und Netzintegration in der Elektromobilität war Dr. Johann Schwenk von der Bayern Innovativ GmbH und Leiter der Projektleitstelle des Schaufensters Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET. Schwerpunkt seines Vortrags war die „Ladeinfrastruktur auf der Langstrecke“.

Auch in diesem Jahr lud ZVEI, der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. zur Sitzung des Technischen Arbeitskreises (TAK) Ladeinfrastruktur und Netzintegration in der Elektromobilität nach Frankfurt ein.

Dr. Schwenk berichtete in seinem Gastvortrag zu den thematisch passenden Projekten im Schaufenster, „ Technik, Umsetzbarkeit, Akzeptanz der DC-Ladung auf der Kernachse A9 (München-Nürnberg-Leipzig)" und „Crossing Borders“.

Dass Elektromobilität auch auf langen Strecken funktioniert, demonstriert eines der Kernprojekte des Schaufensters entlang der A9 zwischen München und Leipzig. Für dieses Vorhaben errichtet Siemens gemeinsam mit E.ON und BMW entlang der Autobahn A9 von München über Nürnberg und Leipzig nach Berlin acht Gleichstromschnellladesäulen. Die Ladestationen werden in ca. 90 km Abstand voneinander aufgestellt. Damit wird eine der am meisten befahrenen Verkehrsachsen Deutschlands für den elektrischen Überlandverkehr auf über 580 Kilometern befahrbar. Das dabei eingesetzte Combined Charging System haben Ladesäulen-Hersteller und Automobilindustrie gemeinsam als einheitliche Ladeschnittstelle entwickelt, um europaweites Laden nach demselben Standard zu ermöglichen. Ein Operation Center überwacht und steuert die Ladeinfrastruktur. Im Störungsfall wird hier die Fehlerbehebung angestoßen. Zunächst wird der BMW i3 zur Erprobung der neuen Ladeinfrastruktur eingesetzt.

Erste Ergebnisse kann der Projektverbund der beiden Freistaaten auch in der Internationalisierung aufweisen. Das kooperative Forschungs- und Demonstrationsprojekt Crossing Borders hat sich zum Ziel gesetzt, eine internationale Anbindung von E-Mobility Projekten im Raum Deutschland, Österreich und der Slowakei zu implementieren und zu testen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer grenzüberschreitend nutzbaren, technisch ausgereiften Lade-Infrastruktur für E-Mobility Kunden: Ergebnis wird eine durchgängige Schnelllade-Verbindung der Strecke von München über Salzburg und Wien bis Bratislava sein und mit dem A9-Projekt eine Verbindung eingehen. Gleichzeitig werden neue intermodale Routing Systeme entwickelt, um eine Ökologisierung des Gesamtverkehrssystems zu erreichen. Crossing Borders entwickelt insbesondere Lösungen für intelligente Ladeinfrastruktur und Routing Services weiter.

Crossing Borders wurde vom Klima- und Energiefonds der Österreichischen Bundesregierung als förderwürdig eingestuft und befindet sich gerade im Stadium der finalen Überarbeitung des Antrags. Das Projekt soll bis Mitte 2016 umgesetzt werden. Partner sind u.a. VERBUND AG (AT), EON.SE (DE), ZSE (SK) sowie das Austrian Institute for Technology.

Mit der Sternfahrt am 14. Mai wird die Schnellladeachse auf der A9 zwischen München und Leipzig offiziell eröffnet.

Die Bayern Innovativ GmbH als Projektleitstelle des Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET ist mit ihrer Arbeit eine zentrale Stelle in Bayern, um Projektergebnisse zusammenzuführen und Elektromobilität in die  Öffentlichkeit zu tragen.

 

Name:
Astrid Lang
Anschrift:
Gewerbemuseumsplatz 2
Funktion:
Projektmanagerin
Telefon:
+49 911 20671 252
Institution:
Bayern Innovativ GmbH
E-Mail:
lang@bayern-innovativ.de

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